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Gastropraxis Spandau in Berlin.

Laktoseintoleranz

Schätzungsweise 75 Prozent der Weltbevölkerung, davon 90 Prozent aller Asiaten und Afrikaner leiden unter Laktoseintoleranz. Bei hellhäutigen Menschen beträgt die Anzahl Erkrankter zwischen 5 und 15 Prozent, in Deutschland geht man von etwa einem Fünftel aus. Grund dafür ist ein genetisch bedingter Mangel an Enzymen, die für den Abbau von Milchzucker verantwortlich sind. Doch nur in Ländern, in denen viele Milchprodukte verzehrt werden, gilt Laktoseintoleranz als Nahrungsmittelunverträglichkeit. In allen anderen Kulturen, in denen wenig bis gar keine Milch konsumiert wird, ist dies der Normalfall. Grund ist das fehlende Enzym Laktase, was für den Abbau des Milchzuckers verantwortlich ist.

Ursachen

Milchzucker (Laktose) ist ein Disaccharid, welches aus den Zuckerstoffen Galaktose und Glukose zusammengesetzt ist. Für eine problemlose Aufnahme im Dünndarm ist eine Spaltung des Doppelzuckers durch das Enzym Laktase erforderlich.

Der Defekt, keine Laktose abbauen zu können, kann auf verschiedene Ursachen zurück geführt werden. Als absolute Laktoseintoleranz bezeichnet man einen Gendefekt, wodurch keine Laktase vom Körper gebildet werden kann. Diese Erbkrankheit tritt allerdings selten auf und zeichnet sich durch massiven Durchfall bereits unmittelbar nach der Geburt aus. Auch durch verschiedene Erkrankungen oder Entzündungen im Magen-Darm-Trakt kann ein vorübergehender Mangel an Laktaseproduktion auftreten. Dies wird als sekundäre Intoleranz bezeichnet. Für die meisten Menschen, die unter der Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden, ist es allerdings auf eine Entwöhnung bzw. altersabhängige Abnahme der Laktaseproduktion des Körpers zurückzuführen. Nur im Säuglingsalter liegt eine 100% Laktaseaktivität vor.

Symptome und Auswirkungen

Im Gegensatz zu gesunden Menschen wird der Milchzucker nicht im Dünndarm aufgespalten und vollständig resorbiert sondern gelangt in den Dickdarm. 

Dort kann die Laktose nicht abgebaut werden sondern es treten die Gärungsprodukte Lactat(Milchsäure) und die Gase Methan und Wasserstoff auf. Die Folgen sind Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen und Übelkeit. Dabei sind die Symptome stärker, je weniger Enzyme vom menschlichen Körper produziert werden. Absolute Typen vertragen überhaupt keine Milch, bei erworbener Intoleranz kann meist eine geringe Menge problemlos konsumiert werden. Zusätzlich können auch Leiden auftreten, die nicht direkt auf die Intoleranz zurückzuführen sind, etwa Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen oder Abgeschlagenheit.

Erkennung

Besteht der Verdacht einer Intoleranz, kann dieses u.a. mit Hilfe eines Wasserstoffatemtests überprüft werden. 

Therapie

Bei Vorliegen einer symptomatischen Laktoseintoleranz ist eine professionelle Diätberatung angeraten, da Laktose nicht nur in Milchprodukten, sondern in versteckter Form auch in sehr vielen anderen Nahrungsmitteln vorkommt.  Es ist eine Umstellung der Ernährung auf eine milchzuckerarme bzw. –freie Kost erforderlich. Eine punktuelle Linderung der Beschwerden ist auch über die Einnahme von Laktasetabletten möglich.

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